Zwölf Schritte und Traditionen
Die Zwölf Schritte sind ein wichtiger Bestandteil unserer Behandlung des psychischen Zustands der Sucht. Die GAA-Gemeinschaft legt großen Wert auf Respekt vor all den vielen verschiedenen spirituellen, philosophischen und religiösen Überzeugungen und hat unsere Schritte in einer allgemeinen Weise formuliert, die von jedem verwendet werden kann, der sich von zwanghaftem Spielen erholen möchte.
Für diejenigen, deren Versuche, ihr Spielverhalten wirksam zu zügeln, fehlgeschlagen sind, haben wir ein Genesungsprogramm vorgeschlagen, das spirituelle Prinzipien für eine neue Lebensweise beinhaltet. Viele von uns haben versucht, sich zu erholen, ohne diesen Vorschlägen zu folgen – ohne Erfolg. Diejenigen von uns, die diesen Ansatz ausprobiert haben, haben durchweg bemerkenswerte Fortschritte auf dem Weg zu den Menschen gemacht, die wir eigentlich sein sollten.
Einige dieser Schritte klingen zu diesem Zeitpunkt schwierig, vielleicht sogar unmöglich. Alles, was wir brauchten, um mit der Arbeit an diesem Programm zu beginnen, war ein wenig Ehrlichkeit, Aufgeschlossenheit und Bereitschaft. Wenn Sie diese Voraussetzungen erfüllen, können Sie einen Schritt nach dem anderen tun. Wir empfehlen dringend, die Hilfe eines erfahrenen Sponsors in Anspruch zu nehmen. Keiner von uns ist in der Lage, perfekt nach den hier dargelegten Prinzipien zu leben. Wir streben nach Fortschritt, nicht nach Perfektion, einen Tag nach dem anderen.
Die Zwölf Schritte von GAA
Hier sind die Schritte, die wir unternommen haben und die in unserem Genesungsprogramm vorgeschlagen werden:
- Wir gaben zu, dass wir der Spielsucht gegenüber machtlos waren und unser Leben nicht mehr meistern konnten.
- Wir kamen zu dem Glauben, dass Macht, größer als wir selbst, uns unsere geistige Gesundheit wiedergeben kann.
- Wir fassten den Entschluss, unseren Willen und unser Leben solche Macht anzuvertrauen.
- Wir machten eine gründliche und furchtlose Inventur in unserem Inneren.
- Wir haben uns selbst, einem anderen Menschen und einer Macht, die größer ist als wir selbst, die genaue Natur unseres problematischen Verhaltens und unserer Einstellungen zugestanden.
- Wir waren vollkommen bereit, von all diesen Charakterfehlern befreit zu werden.
- Wir suchten demütig bei höherer Macht die Beseitigung unserer Mängel.
- Wir machten eine Liste aller Personen, denen wir Schaden zugefügt hatten und wurden willig, ihn bei allen wieder gutzumachen.
- Wir machten bei diesen Menschen alles wieder gut – wo immer es möglich war –, es sei denn, wir hätten dadurch sie oder andere verletzt.
- Wir setzten die Inventur bei uns fort, und wenn wir Unrecht hatten, gaben wir es sofort zu.
- Wir versuchten durch Praktiken wie Meditation und Gebet, unseren bewussten Kontakt mit einer Macht zu verbessern, die größer ist als wir selbst, und suchten nur das Wissen darüber, was zu tun ist, und die Kraft, dies zu tun.
- Nachdem wir durch diese Schritte ein spirituelles Erwachen erlebt hatten, versuchten wir, diese Botschaft an Videospielsüchtige weiterzugeben und unser tägliches Leben nach diesen Grundsätzen auszurichten.
Die Zwölf Traditionen von GAA
G.A.A. hat zwar keine Regeln, aber wir haben die Zwölf Traditionen, die unsere Gemeinschaft zur Einheit führen. Die Traditionen sorgen dafür, dass wir uns auf unser einziges Ziel konzentrieren und uns von Kontroversen und Machtkämpfen fernhalten, die unsere Gemeinschaft auseinanderreißen würden.
- Unser gemeinsames Wohlergehen sollte an erster Stelle stehen; die Genesung des Einzelnen beruht auf der Einigkeit der GAA.
- Für den Sinn und Zweck unserer Gruppe gibt es nur eine höchste Autorität – unser Gruppengewissen wird von einer Macht geleitet, die größer ist als wir selbst. Unsere Vertrauensleute sind nur betraute Diener; sie herrschen nicht.
- Die einzige Voraussetzung für die GAA-Zugehörigkeit ist der Wunsch, mit dem Computer- und Videospielen aufzuhören.
- Jede Gruppe sollte selbständig sein, außer in Dingen, die andere Gruppen oder die Gemeinschaft der GAA als Ganzes angehen.
- Die Hauptaufgabe jeder Gruppe ist, unsere GAA-Botschaft zu Spielsüchtigen zu bringen, die noch leiden.
- Eine GAA-Gruppe sollte niemals irgendein außen stehendes Unternehmen unterstützen, finanzieren oder mit dem GAA-Namen decken, damit uns nicht Geld-, Besitz- und Prestigeprobleme von unserem eigentlichen Zweck ablenken.
- Jede GAA-Gruppe sollte sich selbst erhalten und von außen kommende Unterstützungen ablehnen.
- Die Tätigkeit bei den GAA sollte immer ehrenamtlich bleiben, jedoch dürfen unsere zentralen Dienststellen Angestellte beschäftigen.
- GAA sollten niemals organisiert werden. Jedoch dürfen wir Dienst-Ausschüsse und -Komitees bilden, die denjenigen verantwortlich sind, welchen sie dienen
- GAA nehmen niemals Stellung zu Fragen außerhalb ihrer Gemeinschaft; deshalb sollte auch der GAA-Name niemals in öffentliche Streitfragen verwickelt werden.
- Unsere Beziehungen zur Öffentlichkeit stützen sich mehr auf Anziehung als auf Werbung. Deshalb sollten wir gegenüber Presse, Rundfunk, Film und Fernsehen stets unsere persönliche Anonymität wahren.
- Anonymität ist die spirituelle Grundlage aller unserer Traditionen, die uns immer daran erinnern soll, Prinzipien über Personen zu stellen.











